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Der Landeserdbebendienst NRW veröffentlicht Meldungen zu einzelnen bedeutenden Erdbeben.
Am 28. März 2024 um 06.20 UTC (12:50 Uhr Ortszeit) ereignete sich in Myanmar ein schweres Erdbeben. Nach Angaben des Helmholtz-Zentrum für Geoforschung Potsdam (GFZ) erreichte das Beben eine Magnitude (Mw) von 7,8 bei einer Herdtiefe von etwa 24 km. Nachrichtenmedien berichten über zahlreiche Tote und Verletzte aufgrund der starken Gebäudeschäden.
Auch an den Erdbebenstationen des Geologischen Dienstes NRW wurde das Beben registriert.
Myanmar liegt auf der Nahtstelle zwischen der Eurasischen und der Indischen Platte. Diese Platten bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 5 cm pro Jahr relativ zu einander. Durch diesen Prozess können Spannungen aufgestaut werden, die sich durch Erdbeben plötzlich lösen können.
Epizentrum des Erdbebebens in Myanmar
Der GD NRW betreibt ein Beobachtungsnetz von 15 Erdbebenstationen in der Niederrheinischen Bucht und den angrenzenden Bereichen des Rheinischen Schiefergebirges. Bei zwei Stationen sind die Messgeräte, die sogenannten Seismometer, in bis zu 400 Meter tiefen Bohrlöchern installiert.
Seit Beginn der instrumentellen Beobachtung im Jahr 1980 wurden mehr als 3500 Beben registriert, vorwiegend in der Niederrheinischen Bucht. Diese Beben sind natürlichen Ursprungs und haben nichts mit menschlichen Aktivitäten wie zum Beispiel dem Bergbau zu tun.
Die meisten Beben sind zu schwach, um vom Menschen wahrgenommen zu werden. Die Messgeräte sind jedoch so empfindlich, dass sie noch Beben erfassen können, deren Stärke etwa ein Tausendstel der Fühlbarkeitsschwelle beträgt. Eine konkrete Vorhersage stärkerer Erdbeben mit der erforderlichen Genauigkeit ist zurzeit noch nicht möglich; man ist jedoch weltweit bestrebt, entsprechende Verfahren zu entwickeln.
Vorangegangene Meldungen zu wichtigen Erdbeben in NRW und weltweit
Die letzten 10 Erdbeben in der Niederrheinischen Bucht und Umgebung
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