Geologischer Dienst NRW
Newsletter 19.05.2026

Liebe Leserin, lieber Leser,

draußen blüht und wächst es und auch bei uns ist viel in Bewegung! Der Bohrplatz in Köln-Dellbrück nimmt sichtbar Gestalt an, ein neues Informationssystem ist online, wir stellen Ihnen das Fossil des Jahres vor und haben noch einen wichtigen Termin für Ihren Kalender. Es wird nie langweilig in der Geo-Welt.

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Updates aus Köln-Dellbrück

Forschungsbohrung Köln-Dellbrück

Damit das schwere Bohrgerät in den nächsten Wochen seine Arbeit aufnehmen kann, wird der Bohrplatz weiter hergerichtet. Vom früheren verwilderten Ascheplatz ist kaum noch etwas zu erkennen. Seit März wird die Fläche abgedichtet, damit keine potenziell wassergefährdenden Stoffe in den Boden gelangen. Auch das Standrohr wartet bereits auf seinen Einsatz: Es wurde bis ins Festgestein gesetzt und wird während der Bohrung dafür sorgen, dass die einzelnen Grundwasserstockwerke voneinander getrennt bleiben und eine Vermischung der unterschiedlichen Wässer ausgeschlossen ist. Natur und Umfeld während der Bohrarbeiten so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, hat höchste Priorität. Vor einigen Tagen wurden die restlichen Fundamente für das Bohrgerät gegossen und der Bohrkeller fertiggestellt. Dieser fängt überschüssige Bohrsubstanzen und Niederschlagswässer auf und ist damit ein wichtiger Teil des Umweltsicherheitskonzepts einer Tiefbohrung. Auf dem Bohrplatz wird fleißig weitergearbeitet.

Mehr zur Bohrung: Bohrungsreport NRW

 

Informationssystem Moorboden NRW

Ausschnitt IS Moorboden NRW

Alle wichtigen Daten zu Moorböden: Das Informationssystem Moorboden NRW stellt Böden dar, die mehr als 15 Prozent organische Substanz besitzen, mindestens 10 cm mächtig sind und sich im obersten Bodenmeter befinden. Aber wofür ist das wichtig? Die Daten helfen bei Fragen zur Renaturierung von Mooren – sie zeigen, welche Flächen besonders schützenswert sind und wie hoch das Wiederherstellungspotenzial ist. Für den Klimaschutz sind diese Erkenntnisse entscheidend und fließen direkt in den MoorAtlas.NRW des LANUK ein.

Weitere Infos: IS Moorboden NRW
Hier geht es direkt zum MoorAtlas.NRW

 

Fossil des Jahres 2026

Brancasaurus brancai: © Geomuseum Uni Münster & LWL – Christoph Steinweg

Brancasaurus brancai: © Geomuseum Uni Münster & LWL – Christoph Steinweg

Die vier Westfälischen Plesiosaurier sind zum Fossil des Jahres 2026 gekürt worden. Sie stehen für einen evolutionären Sonderweg: auffällig lange Hälse mit mehreren Dutzend Wirbeln, muskulöse Extremitäten, lange Schwänze und eine extrem hohe Beißkraft – die höchste im Tierreich! Plesiosaurier bedeutet Fast-Echse, denn diese Landwirbeltiere haben sich im Laufe der Evolution ans Leben im Wasser angepasst. Die Plesiosaurier zeugen von über 135 Mio. Jahren erfolgreicher Evolutionsgeschichte – und das in Westfalen!

Mehr zu den vier gibt es hier: Fossil des Jahres

 

Tag des Geotops

Foto vom Tag des Geotops in Krefeld am Hülser Berg

Markieren Sie sich den 20. September dick im Kalender: Der Tag des Geotops lädt in ganz NRW zu spannenden Geo-Ausflügen, Wanderungen, Museumsbesuchen und tollen Aktionen ein. Drinnen wie draußen, für Jung und Alt: Alle Geo-Fans kommen auf ihre Kosten und können in bis zu 500 Millionen Jahre Erdgeschichte zurückblicken – ganz ohne Zeitmaschine. Das detaillierte Programm gibt es bald bei uns im Web.

Veranstaltungskalender

 

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