Direkt zum Hauptmenü, zum Inhalt.
In den Jahren 2008 und 2013 wurde die Europäische Wasserrahmenrichtlinie jeweils ergänzt, unter anderem um bei der Zustandsbewertung der Oberflächengewässer natürliche Hintergrundkonzentrationen zu berücksichtigen. Das Umweltministerium NRW beauftragte den GD NRW 2016 und 2024 mit der Ermittlung natürlicher Hintergrundwerte für 21 (Halb-)Metalle sowie für Sulfat.
Mittels statistischer Auswertungen von Gütedaten aus Fließgewässern und Quellaustritten im Wahrscheinlichkeitsnetz wurden für etwa 300 geochemisch weitestgehend homogene Bewertungseinheiten Hintergrundkonzentrationen erfasst und Hintergrundwerte als 90 %-Perzentil der natürlichen Verteilung ermittelt. Für die korrekte Beurteilung und Bereinigung des anthropogenen Einflusses auf die Eingangsdaten wurden umfangreiche Randdaten – beispielsweise Abwassereinleitungen, Besiedlungsanteil, Bergbautätigkeiten – akquiriert und in den Ausarbeitungen berücksichtigt.
Insgesamt wurden 2 790 Hintergrundwerte auf Basis der Bewertungseinheiten ermittelt und mithilfe von Vergleichswerten aus Grundwasser, Gestein und Boden plausibilisiert. Dabei konnte ein enger Zusammenhang zwischen der Geologie und den natürlichen Hintergrundkonzentrationen der Untersuchungsparameter bestätigt werden.
... in gdreport 2025/2, PDF (5 MB)
© Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen Landesbetrieb