NRW
Wir  |  Presse  |  Service  |  Externer Link: Sie verlassen die Internetseite des Geologischen Dienstes NRW und gelangen zur Facebook-Seite des GD NRW. |  Externer Link: Sie verlassen die Internetseite des Geologischen Dienstes NRW und gelangen zur Instagram-Seite des GD NRW. |  Externer Link: Sie verlassen die Internetseite des Geologischen Dienstes NRW und gelangen zur Linkedin-Seite des GD NRW.
Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz |  Suche Suche
Startseite > Geologie > Geodaten erheben & bewerten > Kernbohrungen 2026 >

Inhalt

Forschungsbohrung Köln-Dellbrück

Kontakt

  • Hr. Linder, Dipl.-Geol.
  • Fon: +49 2151 897-301
  • Hr. Lenz, Dipl.-Geogr.
  • Fon: +49 2151 897-456
  • E-Mail: geologie@gd.nrw.de

Kernbohrungen 2026

Bohrungsreport NRW

Ab Frühjahr führen wir eine bis zu 1 000 Meter tiefe Forschungsbohrung in Köln-Dellbrück durch. Ziel ist der rund 380 Millionen Jahre alte Massenkalk der Devon-Zeit. Untersucht wird, ob er Hohlräume aufweist, durch die Wasser fließen kann – eine Voraussetzung für seine mögliche Nutzung als geothermisches Reservoir. Die Bohrung ist Teil des landesweiten Untersuchungsprogramms „Geowärme – Wir erkunden NRW.“. Die erhobenen Daten und Informationen fließen in unsere geologischen Karten und 3D-Untergrundmodelle ein. Danach werden sie der Öffentlichkeit in unseren Internetportalen zur Verfügung gestellt.

Bohrkerne liefern ein naturgetreues Abbild der durchbohrten Schichten und damit ungestörte Proben. Sie ermöglichen eine genaue Untersuchung von unzugänglichen Gesteinsschichten. Sie bringen neue Erkenntnisse über den Aufbau, die Mächtigkeiten und die Lagerung der Gesteine im Untergrund sowie über die erdgeschichtliche Entwicklung einer Region. Unsere Geowissenschaftler*innen beschreiben die Bohrkerne detailliert und nehmen Proben zur Untersuchung ihres Alters sowie ihrer geochemischen und -physikalischen Eigenschaften: zum Beispiel Mineralzusammensetzung, Korngröße, Porosität, Wärmeleitfähigkeit. Die gewonnenen Daten und die hieraus abgeleiteten geologischen Karten und 3D-Modelle sind wichtige Grundlagen für die ressourcenschonende und nachhaltige Landes- und Regionalplanung. Sie liefern unverzichtbare Informationen beispielsweise für die Erdwärmenutzung, den Grundwasserschutz oder zum Erkennen und zur Abwehr potenzieller Geogefahren.

Forschungsbohrung Köln-Dellbrück

Erkundung des Massenkalks in der Paffrather Mulde

Der rund 380 Millionen Jahre alte Massenkalk entstand in der Devon-Zeit in einem flachen, tropisch-warmen Meer. Damals bildeten sich zahlreiche Korallen- und Schwammriffe, die heute die mehrere hundert bis über tausend Meter mächtigen, fossilreichen Massenkalke aufbauen. In der Nordeifel, im Bergischen Land und im Sauerland kommt dieses Gestein an der Tagesoberfläche vor und weist oftmals Hohlräume auf. In diesen Hohlräumen könnte Tiefenwasser fließen – wichtig für die Nutzung von Erdwärme. Der Bohrstandort am Thurner Kamp liegt in der geologischen Struktur der Paffrather Mulde. Dabei handelt es sich um eine 12 mal 7 Kilometer große Senke. Die geothermisch interessanten Kalksteinschichten werden hier in einer Tiefe zwischen 150 und 600 Metern vermutet und sollen mit der maximal 1 000 Meter tiefen Forschungsbohrung komplett von oben bis unten erbohrt werden. Die Ergebnisse sind für die gesamte Region relevant und können als Grundlage dienen, um über den Einsatz tiefer Geothermie für eine klimafreundliche Wärmeversorgung zu entscheiden.

 

© Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen – Landesbetrieb –